Neustart für den Radverkehr?

Ein ADFC-Mitglied zieht eine ernüchternde Bilanz zum Radverkehr in seiner Stadt. Aber er hat auch gute Nachrichten: Lesen Sie hier seinen Bericht.

mg_tunnel_pict4668Mönchengladbach ist die Stadt mit dem geringsten Fahrradverkehr. Das unfreundliche Klima fühlen nicht nur wir aktiven Radfahrer, sondern das wurde jüngst durch eine repräsentative Befragung von 10 % der Haushalte festgestellt (im Internet als PDF: www.tinyurl.com/verkehrsverhalten). Das ist schlimm, und die Auswirkung von jahrzehntelanger „autofreundlicher“ Politik. Der MIV (Motorisierter Individual-Verkehr)-Anteil liegt demnach aktuell bei 62 % aller Wege, der des Radverkehr nur bei 6 %.  Befriedigend wäre ein Radverkehrsanteil von 20 %. Beängstigend ist, dass der Trend stetig in die falsche Richtung geht, und, wenn nichts geschieht, Fuß- und Radverkehr noch weiter zurückgehen.

Die guten Nachrichten

Es gibt aber auch Positives zu vermelden: am Hbf Mönchengladbach entsteht demnächst ein dringend benötigtes Fahrradparkhaus mit 666 Einstellplätzen. Kosten ca. 1,15 Mio. Euro. Mit dem Grundstückseigentümer Bahn AG ist man sich einig, die politischen Beschlüsse sind gefasst, die Planungen laufen, nur auf die letztendliche Fördergeldzusage im Rahmen des NRW-Förderprogramm „100 Radstationen“ muss jetzt noch gewartet werden.  Die Erfolgsstory Radstation am Hbf Rheydt (die platzt wegen großer Nachfrage schon aus allen Nähten) findet dann hoffentlich eine Fortsetzung am Hbf  Mönchengladbach. Solche, die Attraktivität der Radverkehrs steigernde Maßnahmen werden noch viel mehr gebraucht, um eine Verkehrswende auch in unserer Stadt zu erreichen.

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