Radler des Jahres in Krefeld und im Kreis Viersen

Mit dem Titel „Mann des Jahres 2012 – für ein fahrradfreundliches Krefeld“ aus­gezeichnet wurde in diesem Jahr Pfarrer Volker Hendricks (50) von der Pauluskirche in Krefeld Inrath ausgezeichnet. Im Kreis Viersen ging die Auszeichnung an Armin Prinzen, Verkehrsplaner in der Stadt Willich.

Krefeld: Ein Pfarrer fährt Rad

KR_RJ2012-Hendricks-EhrungWer sich auf der Einladungskarte zu einer Geburtstagsfeier in vollem Ornat auf dem Fahrrad ablichten lässt, muss schon eine besondere Beziehung zum Fahrrad haben. Bei Pfarrer Hendricks ist dies der Fall: Schon in seiner Heimatstadt Bad Kreuznach war er viel mit dem Rad unterwegs. Als er vor 21 Jahren nach Krefeld kam, war klar, dass das Fahrrad für ihn zum Verkehrsmittel Nummer 1 in der Stadt werden sollte. Natürlich schwingt er sich nicht im Talar aufs Rad, sondern in normaler, zweckmäßiger Kleidung.

So manches Gemeindemitglied hat sich schon gewundert, wenn er mit dem Fahrrad kam – obwohl seine Gemeinde bis zum Hülser Berg geht und er auch ein Auto hat. „Mit dem Fahrrad kann ich jederzeit anhalten und mit den Menschen sprechen“ – für einen Mann der Kirche ein unschätzbarer Vorteil. Auch bei seinen Konfirmanden geht es nicht ohne Fahrrad: Der im Unterricht obligatorische Besuch des Hauptfriedhofs wird – wie sollte es anders sein – mit dem Fahrrad erledigt. Keine leichte Übung, mit bis zu 25 Jugendlichen mitten durch die Stadt.

Pfarrer Hendricks legt ausdrücklich Wert darauf, die Aus­zeichnung nicht für sich allein, sondern auch stell­vertretend für mehrere fahrradfreundliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pauluskirche entgegenzunehmen. Sie kommen zum Teil auch mit dem Rad zur Arbeit und organisieren monatlich eine öffentliche Fahrradtour. Man kann also bei der Pauluskirche wirklich von einer fahrrad­freundlichen Gemeinde sprechen.

Kreis Viersen: Verkehrsplaner ausgezeichnet

KR_RJ2012_PrinzenIm Kreis Viersen ging die Auszeichnung an Armin Prinzen, Verkehrsplaner in der Stadt Willich. Er war maßgeblich an der Neu- und Umgestaltung des Bahnhofs  Anrath und dessen vorbildliche Anbindung für fahrradfahrende Pendler ( P+R ) beteiligt.

Vielfältige Probleme waren zu lösen. Zur Schonung der städtischen Haushalts wurden für den Grundstücksankauf Fördermittel organisiert. Die Fahrradabstellanlage wurde im Frühjahr 2012 feierlich eröffnet und ist an der Bahnlinie Krefeld – Anrath – Viersen vorbildlich.

Der Name „Radhaus“ ist im Rahmen der Vorbesprechungen zu der Fahrradabstellanlage gefallen. Die Stadt Willich fand diesen Namen so gut, dass sie ihn für das Projekt mit den Fahrradboxen genutzt hat.

Herr Printzen arbeitet in vielen Arbeitskreisen des Kreises Viersen  und unterstützt zusammen mit dem ADFC die Erhöhung des Radverkehrsanteils am Gesamtverkehr. Er wohnt in Köln und Willich und nutzt gerne bei gutem Wetter das Fahrrad, dienstlich und auch in der Freizeit, in Köln das Rad und ÖPNV, nur im Notfall das Auto.

Die Übergabe der Ehrenurkunde für beide Preisträger erfolgte am 1.7.2012 im Rahmen des Niederrheinischen Radwandertags.

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