Fahrradmitnahme im VRR

Nach Protesten von ADFC und VCD hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) die saftige Preiserhöhung für das Fahrrad-Zusatzticket von 2,60 Euro (2011) auf 3,50 Euro (2012) teilweise zurückgenommen. Es kostet jetzt „nur noch“ 3 Euro (als Vierer-Ticket 10,80 Euro).

re_vrrBei mehreren Fahrten an einem Tag lohnt sich aber immer noch das FahrradTagesTicket NRW für 4,50 Euro. Es kann mit allen Tickets des NRW-Tarifs kombiniert werden. Gruppenreisende müssen nur darauf achten, dass sie für jedes Rad ein eigenes Ticket lösen!

Je nach Zugart gibt es im Bereich des VRR zeitliche Einschränkungen für die Fahrradmitnahme: In S-Bahnen sowie in Regionalexpress-Zügen (RE) und Regionalbahnen (RB) mit Mehrzweckabteil ist die Fahrradmitnahme ganztägig möglich. In Regionalexpress-Zügen (RE) und Regionalbahnen (RB) ohne Mehrzweckabteil ist die Fahrradmitnahme von Montag bis Freitag – außer von 6.30 – 9.00 Uhr – ganztägig möglich. An Wochenenden und Feiertagen kann man dort ganztägig ein Fahrrad mitnehmen. In U-/Stadtbahnen, Straßenbahnen und Bussen der meisten Verkehrsbetriebe kann man von Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis Betriebsschluss und an Wochenenden und Feiertagen ganztägig ein Fahrrad mitnehmen. Bei manchen örtlichen Verkehrsunternehmen gibt es jedoch abweichende Regelungen.

Kein generelles Mitnahmeverbot für Tandems

Im Juli 2012 hatte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) angekündigt, ab 1.1.2013 Tandems und Pedelecs von der Beförderung auszuschließen. Nach Protesten von ADFC und VCD wurde diese Ankündigung offenbar nicht umgesetzt. In den aktuellen Beförderungsbedingungen finden sich jedenfalls keine entsprechenden Einschränkungen, sondern nur ein Verweis auf die Beförderungsbedingungen der einzelnen Verkehrsbetriebe.

Dort stößt man auf einen Hinweis der Regiobahn, die eine Strecke zwischen Kaarst und Mettmann betreibt. Auf deren Internetseite steht: “Tandems, dreirädrige Fahrräder, Fortbewegungsmittel mit Hilfsmotor, Mofas sowie Fahrräder mit Anhänger zum Lastentransport sind von der Beförderung ausgeschlossen.” Bei der Nordwestbahn, die Strecken am Niederrhein und im westlichen Ruhrgebiet betreibt, gibt es solche Einschränkungen nicht. Dafür rät sie ihren Kunden, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, sich telefonisch anzumelden. Solange ausreichend Platz zur Verfügung stünde, seien aber kurzfristige und spontane Fahrten mit Fahrrädern möglich.

Dieser Beitrag wurde unter Ausgabe 1 / 2013, Verkehr veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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