Aufklärungsaktionen zum Toten Winkel: Die Transportbotschafter kommen

ne_timo_10000000000002E80000022F69F26972_1024Ein LKW-Fahrer kann andere Verkehrsteilnehmer den Toten Winkeln neben seinem Fahrzeug nicht sehen. Wie gefährlich das für Schulkinder ist, demonstrieren die Transportbotschafter aus Düsseldorf mit ihrem Truck. Im Frühjahr waren sie in der  Sekundarschule Neuss-Gnadental und im Kaarster Albert-Einstein-Gymnasium. Weitere Termine folgen. Der riesige chromblitzend blau-weiße TimoTruck rollt immer öfter an – mit den netten jungen Leuten vom Verein „Die Transport-Botschafter“ aus Düsseldorf. Sie wissen, welche Verantwortung die LKW-Fahrer unterwegs auf den Straßen tragen und klären gemeinsam mit der Verkehrssicherheitsberatung der Polizei die Schüler und Schülerinnen der 5. und 6. Klassen im Rhein-Kreis Neuss über die Gefahren der sogenannten Toten Winkel auf.

Erstaunter Blick vom Bock

Nach 20 Minuten polizeilich spannend vermittelter Theorie geht es raus auf den Schulhof. Die halbe Klasse stellt sich gemeinsam auf die große rote Plane rechts neben dem LKW. Das Dreieck soll also einer von diesen „Toten Winkeln“ sein: vier große Bereiche rund um das Fahrzeug – davor, seitlich und dahinter – kann der Fahrer vom Sitz aus nicht sehen, so hatte es der Polizist vorher erklärt. „Dafür gibt es doch die Spiegel“, meint ein Schüler. Er klettert als erster hoch, setzt sich hinter das Lenkrad und staunt: „Nichts!“ Beim Blick in den Außenspiegel waren alle überrascht und beeindruckt, denn kein einziger  Klassenkamerad war zu sehen. Eine halbe Schulklasse verschwand einfach in diesem toten Winkel. Und dieser Bereich wird beim Abbiegen um eine Kurve immer enger!

Daher war der wichtigste Rat der Transportbotschafter, deutlich hinter dem LKW oder Bus zu bleiben und zu warten, bis er ganz abgebogen oder weitergefahren ist, und nicht in die seitlichen Gefahrenbereiche zu gelangen. Oder seitlich rückwärts wegzurücken, niemals nach vorne, denn da ist genau die Kurvenlinie. Denn niemand kann überallhin zur gleichen Zeit gucken, die Aufmerksamkeit der Fahrer kann woanders gebunden sein, sodass ein vorbeihuschender Haarschopf oder Helm im Spiegel oder knapp an der Fensterkante völlig unbemerkt bleibt.

Blickkontakt ist wichtig

Weitere Tipps konnten direkt am Truck ausprobiert werden, z.B. wieviel Abstand beim Überqueren nötig ist, um durchs Fenster in ganzer Größe aufzufallen. Der hilfreiche Blickkontakt besteht erst dann, wenn der Fahrer dem Kind durch ein Zeichen deutlich macht, dass er es sieht – andernfalls: Abstand! Winkt der Fahrer einen durch, ist auch auf die Gegenrichtung zu achten, was schnell vergessen wird. Schüler- und Lehrerschaft waren sich einig: es war toll zu erleben und zu lernen, worauf wir selbst achten können, um im Straßenverkehr sicher zu sein, weil die Fahrer nicht alles sehen können. Zum  Schluss wurde das „Toter Winkel“-Siegel von den Transportbotschaftern überreicht.

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