Endlich saniert: Radweg Klosterstraße wie neu

Das freut die Radfahrer: Glatter Asphalt statt Holperstrecke unter den Reifen

Das freut die Radfahrer: Glatter Asphalt statt Holperstrecke unter den Reifen

Wunder dauern manchmal etwas länger. Schon vor zehn Jahren wies der ADFC auf die Radwegschäden an der Klosterstraße im Knechtstedener Wald hin. Nun ist das Wunder geschehen, die  Radwege wurden auf der kompletten Strecke zwischen Delhoven und dem westlichen Waldrand saniert. von Heribert Adamsky

Die Landstraße L280 verbindet in Ost-West-Richtung die Autobahn 57, den zu Dormagen gehörenden Ort Delhoven, das Kloster Knechtsteden und den Rommerskirchener Ortsteil Anstel an der Bundesstraße 477. Entsprechend heftig ist der Verkehr und um so wichtiger sind gute Radwege an dieser Straße. Denn zwischen Delhoven und dem Kloster pendeln täglich Schüler des Norbert-Gymnasiums mit dem Fahrrad. Nicht umsonst gibt es in diesem Abschnitt sogar auf beiden Seiten der Straße Radwege, was bei Landstraßen außerorts sonst unüblich ist.

Wie beim Zahnarzt: Keine Provisorien

Radwege verschleißen im Lauf der Jahre. Nicht durch das Gewicht der Räder, wie bei Landstraßen mit Schwerlastverkehr, sondern durch Unterspülungen, Risse und Löcher, die den Asphalt mürbe machen. Die schon in die Jahre gekommenen Radwege an der L280 waren schon seit langem schadhaft. Bereits vor zehn Jahren hatte der ADFC auf die Schäden aufmerksam gemacht, doch es wurden immer nur die defekten Stellen im Asphalt herausgefräst und notdürftig geflickt – eine Zumutung und auch eine zunehmende Gefahr für die vielen Radfahrer, die die Wege täglich nutzen. Wie beim Zahnarzt halten Provisorien nur eine sehr begrenzte Zeit, eine richtige Sanierung war überfällig.

Sanierungsstau bei Radwegen

So sah die Klosterstraße vorher aus. Auf anderen Straßen wie der L390 zwischen Kaarst und Schiefbahn, der L381 zwischen Neuss und Mönchengladbach, der B9 bei Dormagen oder der B477 südlich der Erftbrücke haben Radfahrer noch heute mit solchen Flicken, Löchern und Wurzelaufbrüchen zu kämpfen. Diese Radwege müssen als nächste dringend saniert werden.

So sah die Klosterstraße vorher aus. Auf anderen Straßen wie der L390 zwischen Kaarst und Schiefbahn, der L381 zwischen Neuss und Mönchengladbach, der B9 bei Dormagen oder der B477 südlich der Erftbrücke haben Radfahrer noch heute mit solchen Flicken, Löchern und Wurzelaufbrüchen zu kämpfen. Diese Radwege müssen als nächste dringend saniert werden.

Leider sind die Mittel des Landes NRW für Radwegesanierung viel zu knapp bemessen, um den Bedarf auch nur annähernd befriedigen zu können. Der ADFC Rhein-Kreis Neuss hat in seiner Mängeldatenbank derzeit acht Abschnitte an Landstraßen dokumentiert, die dringend erneuerungsbedürftig sind. Dass die L280 bei Knechtsteden jetzt endlich drangenommen wurde, ist der hohen Priorität zu danken, der dieser Maßnahme im „Erhaltungsprogramm 2016“ zugewiesen wurde. 0,4 Millionen Euro hat die Sanierung der 2,2 Kilometer Radwegstrecke gekostet. Das sind neun Prozent des gesamten Budgets in Höhe von 4,4 Millionen Euro für die Sanierung von Radwegen in ganz NRW. Neben der L280 bei Dormagen werden in unserer Region noch zwei Radwegsanierungen auf Mönchengladbacher Gebiet und eine bei Tönisvorst durchgeführt. Hinzu kommt die Sanierung eines Stücks Radweg an der L375 bei Frimmersdorf, die aus Mitteln für Fahrbahnsanierung finanziert wird. Wir sind vergleichsweise sogar gut bedient, und dennoch sind die Maßnahmen nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es wird Zeit, dass die Prioritäten im Straßenbau neu gesetzt werden: Keine Extraspuren mehr auf den Autobahnen, die nur noch mehr Verkehr anziehen. Dafür mehr Mittel für den Erhalt und Bau von Radwegen!

Dieser Beitrag wurde unter Ausgabe 2 / 2016, Rhein-Kreis Neuss veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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