Wettbewerb: B.A.U.M sucht Fahrrad-fitte Betriebe

Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für umweltbewusstes Management B.A.U.M. ruft zum zweiten Mal zum Wettbewerb „Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber Deutschlands“ auf. Einsendeschluss ist der 31. August.

ff_Logo-FFAG__Farbe_RGB_grossMit der Aktion richtet sich der B.A.U.M. an alle Unternehmen, Behörden oder sonstige Einrichtungen mit mindestens  fünf Arbeitnehmern. Neben dem Wettbewerb, bei dem die Förderung der Fahrradnutzung bewertet wird, steht vor allem der Austausch guter Praxisbeispiele im Vordergrund. Für die Teilnahme ist lediglich das Ausfüllen eines Fragebogens bis zum 31. August 2011 erforderlich. Chefs, aufgepasst, die Teilnahme lohnt sich, denn es gibt etwas zu gewinnen: Als Hauptpreise winken dem Betrieb gute Abstellsysteme oder sogar Fahrradflotten.

Die Vorteile des Fahrradpendelns spürt zunächst der Arbeitnehmer bei seiner körperlichen Fitness.  Aber auch für die Arbeitgeber liegen die Vorteile auf der Hand. Denn Untersuchungen des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) belegen, dass Pendler, die mit dem Rad zur Arbeit fahren, generell über eine bessere gesundheitliche Verfassung verfügen. Sie arbeiten produktiver als ihre Auto fahrenden Kollegen. Die körperliche Bewegung beim Radfahren fördert die Konzentration, während der höhere Stress beim Autofahren sich negativ auf Blutdruck und Nervenkostüm auswirkt. Laut einer niederländischen Studie melden sich Angestellte im Jahr einen Tag weniger krank, wenn sie mit dem Rad zu Arbeit fahren. Die niederländischen Arbeitgeber würden 27 Millionen Euro sparen, wenn der Anteil der Radfahrer nur um ein Prozent steigen würde.  Berücksichtigt man, dass in unserem Nachbarland bereits ein Drittel der Arbeitnehmer mit dem Rad zur Arbeit fährt, wird klar: Der wirtschaftliche Nutzen, der in Deutschland erzielt werden könnte, ist enorm.

Neben diesen vor allem gesundheitlich bedingten Faktoren ersparen Fahrradfahrer den Arbeitgebern noch weitere Kosten: Ein Fahrradstellplatz auf dem Betriebsgelände kostet nur rund ein Zehntel eines PKW-Parkplatzes. Zu wünschen wäre sicherlich eine Ausstattung mit hochwertigen Fahrradständern anstelle der vielfach vorhandenen Felgenkiller. Der ADFC empfiehlt verschiedene Fahrradständer und Abstellsysteme, die er nach bestimmten Kriterien bewertet. Außerdem führt der ADFC auch Betriebsberatungen für Arbeitgeber durch. In diese Betriebszertifizierung gehen neben den Abstellanlagen auch weitere Punkte wie etwa eine vorhandene Wasch- und Umkleidemöglichkeit ein. Auch die innerbetriebliche Kommunikation zum Thema Fahrrad wird in die Bewertung einbezogen. Ein schönes Beispiel ist die baden-württembergische Firma Kärcher, die in diesem Jahr vom ADFC als Fahrradfreundlicher Betrieb ausgezeichnet wurde. Für Geschäftsführer Hartmut Jenner ist umweltgerechte Mobilität ein wichtiger Bestandteil des Nachhaltigkeitsmanagements im Betrieb.

Information

  • www.fahrrad-fit.de
  • www.ranr.de/fahrrad-fit
Dieser Beitrag wurde unter Ausgabe 2 / 2011, Verkehr veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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