One-Woman-Radtour auf dem Radfernweg Kopenhagen – Berlin

Dienstag, 14. August: (Nykøbing/Falster – Gedser/30 km)

Beim Frühstück in der Jugendherberge kam ich mit einem Vater/Tochter-Gespann aus Schweden ins Gespräch. Sie waren allerdings mit dem Auto unterwegs und auf dem Weg nach Kopenhagen. Der Vater sprach deutsch und so konnte ich von meiner bis dahin sehr eindrucksvollen Radtour erzählen. Der 15-jährigen Tochter konnte ich meine Erlebnisse in Englisch schildern. Beide, Vater und Tochter, waren sehr interessiert und vielleicht werden sie die Radtour auch mal machen… Nach dem reichhaltigen Frühstück war wieder die übliche Packerei fällig, aber inzwischen hatte ich ja Routine.

Mühle in Gedesby – auf dem Weg zur Fähre nach Rostock

Mühle in Gedesby – auf dem Weg zur Fähre nach Rostock

Und dann ging es auf die ca. 30 km lange Strecke nach Gedser zum Hafen. Dort winkte dann zur Belohnung eine kleine Seereise. Von der Jugendherberge aus startete ich Richtung Hafen. Dann ging es erst am Wasser entlang Richtung Væggerløse und danach durch Felder und Wiesen durch Marrebæk und Skelby an der Bahnlinie entlang. Erst sah ich nur einen kleinen Punkt, aber dann kam die hübsche Windmühle von Gedesby in Sicht. Eine kleine Runde durch den verschlafenen Ort und dann war es nicht mehr weit bis Gedser an den Hafen. Zum Glück hatte ich bis zur Abfahrt der Fähre genügend Zeit, denn wegen einer Baustelle hatte ich die Abfahrt zum Hafen übersehen und bin zunächst daran vorbeigefahren, habe es aber doch noch rechtzeitig bemerkt. Das wäre zu dumm gewesen, wenn ich die Fähre verpasst hätte. Am Hafen in Gedser traf ich einen Studenten aus Köln, der in diesem Jahr die dänische Tour gefahren war – Start/Ziel Rostock. Er fuhr von Rostock aus mit dem Zug zurück nach Köln. Weil ich inzwischen eine Nachricht von Katrin erhalten hatte, dass sie schon am 20. August wieder zu Hause wäre, um mehr Zeit füreinander zu haben, hatte ich überlegt, wie/wo ich eine Etappe abkürzen könnte, um einen Tag früher in Berlin sein zu können. Deshalb wollte ich mich dem Kölner Studenten auf dem Weg zum Bahnhof anschließen, um zu erkunden, wie weit ich mit der S-Bahn fahren könnte. Mit den Rädern fuhren wir weit in das Schiff hinein und suchten uns eine geeignete Stelle, wo man die Räder gut und sicher anschließen konnte. Ich nahm noch die Lenkertasche und den Proviant mit und dann gingen wir aufs Deck. Dort suchte ich mir für die knapp zweistündige Überfahrt einen schönen sonnigen Platz im Windschatten und „verabschiedete“ mich von Dänemark. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen, denn ich muss unbedingt nochmal nach Møn!

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