Mittwoch, 15. August: (Güstrow – Waren/75 km)
Nach dem Frühstück mit „meinen Spaniern“ verabschiedeten wir uns und wünschten uns noch eine schöne Tour bis Berlin, denn sie wollten an diesem Tag ca. 80 km bis nach Waren/Müritz fahren. Sie hätten mich mitgenommen, aber das hätte meine ganze Etappen-Planung wieder umgeschmissen. Ich bepackte in Ruhe mein Rad für meine 5. Etappe (die 1. in Deutschland) und machte mich bei strahlenden Sonnenschein auf den Weg durch Mecklenburg-Vorpommern.
Weil es in Waren/Müritz so schön sein sollte, beschloss ich unterwegs doch dorthin zu fahren und wegen des schönen Wetters evtl. 2 Tage zu bleiben. Also suchte ich nach einer Abkürzung. Statt ab Krakow am See ca. 14 km um den Krakower See zu fahren, bin ich auf der Straße durch den Krakower See direkt nach Dobbin gefahren. An der Kreuzung in Dobbin, traf ich auf „meine Spanier“ Isabell und Hans, die um den Krakower See gefahren waren. Ich schloss mich Ihnen an und fuhr mit ihnen bis zu ihrem Gruppen-Treffpunkt in Linstow. Da trafen wir die anderen Spanier, die erstaunt waren, mich zu sehen. Vom Reiseleiter wurde ich gefragt, ob ich schon eine Unterkunft in Waren hätte und er bot mir an, in ihrer Pension nachzufragen, ob noch ein Einzelzimmer frei sei. Das war super, denn so konnte ich in Gesellschaft bis nach Waren radeln. Von Linstow aus fuhren wir ca. 20 km durch einen Wald. Ich begleitete Maria, die Mühe hatte mitzukommen und froh war, dass ich ihr den Weg zeigte. In Jabel trafen wir die anderen bei einer Kaffeepause. Von Jabel aus fuhren wir am Kölpinsee vorbei und durch einen Wald, bis wir nach ca. 9 km an den Müritz See kamen, an dem wir bis Waren entlangfuhren. In Waren mussten wir den Massen von Touristen ausweichen. Nein, da wollte ich nicht bleiben, da war mir zu viel Rummel!
Zum Glück lag unsere Pension „Zur Fledermaus“ außerhalb des Trubels direkt in einem Naturschutzgebiet. Ich machte es mir in meinem Zimmer gemütlich und freute mich schon auf das gemeinsame Abendessen. Telefonieren war hier nicht möglich – kein Netz! Nach dem Abendessen machten wir noch eine „Nachtwanderung“ und beobachteten die Fledermäuse, die ums Haus flogen. Futter gab es für sie reichlich! Mücken!!! Nach einem gemütlichen Ausklang gingen alle schlafen. Weil ich nun doch nicht in Waren bleiben wollte, musste ich wieder mein nächstes Etappenziel in der Karte suchen – Wesenberg (ca. 60 km)
