One-Woman-Radtour auf dem Radfernweg Kopenhagen – Berlin

Donnerstag, 16. August: (Waren – Strasen/74 km)

Nach dem gemeinsamen Frühstück in Waren trennten sich unsere Wege. Endgültig? „Wir sehen uns wieder – in Málaga!“ wurde mir zum Abschied zugerufen. „Meine Spanier“ wollten an dem Tag bis Neustrelitz fahren und ich bis Wesenberg. Routiniert packte ich mein Fahrrad und machte mich auf den Weg – 6. Etappe!

Es war eine schöne Strecke, die abwechslungsreich an den Mecklenburger Seen vorbeiführte oder durch Waldgebiete. Kargow, Groß Dratow, Ankershagen, Kratzeburg, Granzin, Blankenförde, Zwenzow, Wesenberg. Zwischendurch gab es wunderschöne Fahrradstraßen. Inzwischen war mir aber aufgefallen, dass der Radfernweg Berlin-Kopenhagen in Deutschland nicht so deutlich ausgeschildert war wie in Dänemark. Das Logo für den Radfernweg musste ich oft suchen und deshalb häufig anhalten, aber die Strecke war in Ordnung. In Wesenberg, es war ca. 14.00 Uhr, nahm ich meinen Bett+Bike-Katalog, um mir eine Unterkunft zu suchen, denn in dem Ort gab es einiges anzusehen. Leider waren die preiswerten Einzelzimmer in Wesenberg schon vermietet. Eine Unterkunft in einem „Nobel-Hotel“ hätte ich haben können, aber 70 € für die Nacht wollte ich nicht ausgeben. Also radelte ich weiter. Inzwischen fing es leider an zu regnen. Es war ein warmer Sommerregen, nicht kalt, aber auf Dauer unangenehm, weil ich NASS war. Ich musste bis Strasen (ca. 15 km weiter als geplant) weiterfahren. Diesmal schaltete ich den TURBO!

Im Hotel „Zum Löwen“ habe ich trotz meines ramponierten Aussehens noch ein Doppelzimmer als Einzelzimmer bekommen. Als ich meine Sachen auf dem Zimmer hatte, habe ich erst noch mein Rad in dem Fahrradkeller untergestellt. Wieder im Zimmer habe ich meine nassen Sachen „versorgt“, den Akku in die Ladestation gestellt und mich wieder „ansehnlich“ gemacht. In meinen „Ausgehklamotten“ wagte ich mich ins Hotel-Restaurant, denn ich hatte Hunger. Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen und ich sah hinter der Schleuse einen schönen Sonnenuntergang. Das ließ hoffen, dass am nächsten Tag wieder die Sonne scheinen würde.

Zurück in meinem Zimmer erhielt ich einen Anruf von Katrin, die sich zu ihrem Kurzurlaub abmeldete und sich auf unser Treffen am Montag freute. Sie sagte mir aber auch, dass meine Fahrkarten immer noch nicht angekommen seien und ich mal bei der Bahn anrufen müsste. Das musste bis zum nächsten Tag warten. Ich „studierte“ die Tourenkarte, weil ich wegen der längeren Etappe die Route wieder ändern musste. Ich bin dann ins Bett gegangen und beim Lesen über meinem Buch eingeschlafen.

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