Mittwoch, 22. August: (Berlin – Köln – Dormagen/25)
Ich war früh genug auf den Bahnsteig gegangen und hatte dort gleich jemanden angesprochen, ob er mir bei meinem Rad mit anpackt. Die Leute wollen halt gefragt werden! Diesmal war wenigstens Licht im Fahrradabteil. Schnell hatte ich das Gepäck abgeschnallt und konnte das Rad in die Halterung heben und an- und abschließen. Mit dem Gepäck hatte ich es diesmal nicht so weit zum Abteil, wo ich einen Fensterplatz hatte und es mir in der Ecke einigermaßen gemütlich machen konnte. Jetzt wartete ich nur noch auf die Fahrkartenkontrolle, denn ich hatte ja keine! Die Dame bei der Clearingstelle hatte mir erklärt, dass wegen „schwarzfahren“ evtl. ein Nacherhebungsbogen ausgefüllt würde. Als ich der Zugbegleiterin aber meine Bahncard gezeigt und die Situation erklärt hatte, war alles in Ordnung, denn ich hatte meine Reservierungen und weil niemand sonst Anspruch auf den Platz erhoben hatte, war sie wohl der Meinung, dass sie sich den Schreibkram sparen konnte. So verging im Halbschlaf die Fahrt nach Köln. Der Zug kam gegen 6.30 Uhr in Köln an. Ich fand wieder einen freundlichen Helfer, der mir beim Aussteigen mit dem Fahrrad half. Auf dem Bahnsteig schnallte ich mein reduziertes Gepäck fest und ging zum Aufzug, der hier zum Glück groß genug ist. Vor dem Bahnhof (Breslauer Platz) peilte ich kurz die Lage und fuhr Richtung B9 und Rhein die letzte Etappe (25 km) nach Hause. Dort angekommen wurde ich von der Nachbarin, die meine Post und Blumen versorgt hatte, begrüßt. Es gab gleich einen Pott Kaffee und viele Fragen. Oben in meiner Wohnung habe ich nur das Nötigste ausgepackt, mir die Zähne geputzt und dann „eine Runde auf dem Sofa gedreht“. Nach der Zugfahrt war ich doch noch sehr müde.
