One-Woman-Radtour auf dem Radfernweg Kopenhagen – Berlin

Donnerstag, 9. August: (Kopenhagen – Køge/50 km)

Nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen hatte, stand mein Entschluss fest: Ich werde mit der S-Bahn bis Hundige fahren. Nach dem Frühstück halfen mir die Damen vom Hotel mit meinem Gepäck, während ich mein Fahrrad holte. Auf der Straße wurde dann alles fachmännisch aufs Rad geschnallt, das Proviantpaket und die Wasserflaschen verstaut und nach einer herzlichen Verabschiedung startete ich mein ABENTEUER bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Bis zum Bahnhof waren es nur 4 km. Fahrkarte lösen, zum Bahnsteig, ab in den Zug (in dem seeehr viel Platz für Fahrräder war), ca. 20 Minuten Fahrt bis Hundige Strand und dann ging es vom Bahnsteig aus direkt auf die 1. Etappe (verkürzt um ca. 25 km) – Richtung Hundige Strand und dann auf dem Hundige Strandvej bis Greve Strand.

Nachdem ich das Radfernweg-Schild der Nationalroute gefunden hatte, hätte ich die Karte gar nicht mehr benötigt, so toll ist der Radfernweg ausgeschildert. Schon von weitem konnte ich sehen, wohin ich abbiegen musste. Von Greve Strand führte die Strecke über Killebrønde, Greve, Karlslunde, Karlstrup, Solrød, Jersie, Lille Skensved, Ølby durch viel Landschaft, kleine gemütliche Orte, an einzelnen Bauernhöfen vorbei nach Køge. Bevor mein Hotel in Køge am Nachmittag öffnete, hatte ich aber noch viel Zeit. In einem kleinen Park, direkt am Ufer der Køge Å packte ich meinen Proviant aus und ließ es mir schmecken. Als ich die Kanufahrer auf der Køge Å sah, freute ich mich schon auf meine nächste Unternehmung „mit Paddel und Pedal“, denn Ende September wollte ich mit dem Paddelverein eine Woche nach Dresden fahren, um auf und an der Elbe zu paddeln und zu radeln. War übrigens eine tolle Woche!

Nach dem Picknick bin ich kreuz und quer durch das mittelalterliche Køge geradelt und habe die vielen hübschen Fachwerkhäuser bewundert und bin dann zum Hotel (CentralHotellet) gefahren, das direkt an dem schönen großen Marktplatz (Torvet) lag, wo ich ein kleines ruhiges Zimmer und einen sicheren Abstellplatz für mein Fahrrad hatte. Nachdem ich meine Sachen ausgepackt und mich frisch gemacht hatte, bin ich durch den Ort geschlendert. Dort gibt es viele gemütliche Kneipen und Restaurants und ich habe auch die gefunden, die versteckt in den Hinterhöfen sind.

Am Abend habe ich mir dort ein leckeres Super-Sandwich gekauft – mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich davon erzähle (dänisches Smørrebrød ist ja bekannt!). Nach einem letzten Spaziergang an diesem lauen Sommerabend bin ich an meinem 1. Etappentag schnell eingeschlafen. Den „Hilfsmotor“ habe ich an diesem Tag nicht benötigt!

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