Montag, 13. August: (Damsholte/Møn – Nykøbing/Falster/63 km)

Warten auf die Fähre: Für unsere Autorin steht fest, dass sie noch einmal nach Møn fahren möchte – der Aufenhalt dort war ihr viel zu kurz
Ich habe noch gemeinsam mit „meinen Spaniern“ gefrühstückt und weg waren sie. Ein Tag auf Møn war viel zu kurz, aber die Jugendherberge in Nykøbing/Falster war schon gebucht. Deshalb hatte ich keine Zeit, mir Stege und die Kreidefelsen in Møns Klint anzusehen. Sie müssen ähnlich sehenswert sein wie die auf Rügen.
Es steht schon fest, dass ich nochmal nach Møn fahren werde – nur nach Møn! Ich habe in aller Ruhe alles gepackt und das Fahrrad fertig gemacht und mich auf den Weg zur nächsten Insel gemacht. Die Strecke führte mich zuerst über Liseby, Hårbølle, Hårbølle Havn Richtung Bogø By.
Vor dem Deich zwischen Møn und Bogø By habe ich an der Fanefjord Kirche angehalten und mir dort die schönen Fresken in der Kirche angesehen. Danach fuhr ich Richtung Lille Damme und dann über den Deich durch den Grønsund auf die Insel Bogø By, wo die alte Holzfähre „IDA“ in ca. 15 Minuten von Bogø By nach Stubbekøbing auf die Insel Falster übersetzt.
In Stubbekøbing habe ich mir etwas Proviant besorgt. Der Weg verlief jetzt am Grønsund vorbei. Da hatte ich während einer Picknickpause die Gelegenheit noch ein Foto von der Fanefjord Kirche auf Møn zu machen.

Blaues Wasser, eine kleine Kirche und ein Segelboot vor blauem Himmel: Der letzte Blick von Falster über den Grønsund nach Møn
Hinter Næsgård führte der Weg durch einen urigen, wildromantischen Küstenwald, der direkt am Wasser lag. Hier gab es kleine idyllische Buchten, wo ich erneut eine Pause machte, um die Füße in die Ostsee zu stecken. Auf der Waldstrecke (fast 20 km) war mir nicht klar, ob das Rauschen von den Bäumen oder vom Wasser verursacht wurde. Bei Ulslev führte die Strecke wieder ins „Landesinnere“, vorbei an wunderschönen Reet(dach)häusern. Nach Idestrup und Sønder Vedby war es nicht mehr weit bis zur Jugendherberge in Nykøbing. Dort angekommen (wie schon in Faxe, stellte ich fest, dass für Einzelreisende die Jugendherbergen in Dänemark ziemlich teuer, aber trotzdem eine sichere Unterkunft sind) habe ich mein Zimmer bezogen. Mein Rad konnte ich direkt vor meinem Zimmer abstellen. Das war sehr praktisch mit meinem Gepäck.
Nach „frisch machen“ habe ich mich zu Fuß auf den Weg in die „City“ gemacht. Auf einem schönen Platz fand ich eine kleine Pizzeria, wo ich preiswert zu Abend gegessen habe. Nykøbing hat mir auf Anhieb nicht so gut gefallen, aber der Aufenthalt war sicherlich zu kurz, um die schönen Ecken zu entdecken, die den Charme dieser Hafenstadt ausmachen sollen. Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich lieber einen Tag länger auf Møn geblieben und hätte mir die Kreidefelsen bei Møns Klint und Stege angesehen und wäre dann wie „meine Spanier“ direkt nach Gedser geradelt. In der Jugendherberge habe ich dann noch – inzwischen mit Routine – gepackt und bin nach meiner 4. Etappe schlafen gegangen. Dies war die letzte Nacht in Dänemark!

