Hoffnung auf ein Radwege-Sanierungskonzept?

"Radweg" an der Uerdinger Straße - Kommentar überflüssg...

„Radweg“ an der Uerdinger Straße – Kommentar überflüssg…

Trotz der angespannten Haushaltslage in Krefeld hat die Verwaltung den Haushaltsansatz für die Unterhaltung von Radverkehrsanlagen von zuletzt 100.000 auf 300.000 Euro erhöht.

Auch wenn damit der Sanierungsstau noch lange nicht abgearbeitet werden kann, ist dies ein Schritt in die richtige Richtung – sofern die Bezirksregierung den Haushaltsentwurf genehmigt. Das wiederum hängt aber von ganz anderen, wesentlich größeren Haushaltsposten ab, die nichts mit dem Fahrradverkehr zu tun haben. Geplant sind für 2015 Reparaturarbeiten und Modernisierungsmaßnahmen am Radweg Uerdinger Str. (zwischen Grenzstr. und Schönwasserstr.), auf dem Kirschkamper Weg (Radwanderroute am Egelsberg), an der Westparkstr., der Mevissenstraße und im Bereich Floßstraße in Uerdingen (Kreisverkehr).

Grünschnitt- und Reinigungsprioritäten gefordert

Was schon im vergangenen Jahr die Leidensfähigkeit vieler Fahrradfahrer auf eine harte Probe stellte, wurde 2014 nicht besser: Durch den milden Winter und den regnerischen Sommer wuchern Sträucher, Gräser und Brennesseln an vielen Radwegen derart, dass die Benutzbarkeit stark eingeschränkt war. Das Grünflächenamt hatte angesichts des Wildwuchses offenbar kapituliert, denn der Etat für die Beauftragung von Landschaftspflegebetrieben sei schon Mitte des Jahres aufgebraucht – so die wiederholte Antwort von Verwaltungsmitarbeitern auf entsprechende Anfragen und Beschwerden. Um so erstaunlicher war, dass städtische Mitarbeiter wiederholt dabei beobachtet werden konnten, wie sie mit Brennern und Heißdampfgeräten Gras zwischen den Pflasterplatten z.B. auf dem Luisenplatz  entfernten. Wenn dies kein Einzelfall war, und die Optik auf innerstädtischen Plätzen wichtiger ist, als die sichere Befahrbarkeit von Radwegen, dann sind die Prioritäten innerhalb der Verwaltung offenbar falsch gesetzt.
Erst nach massiven Protesten aus der Bürgerschaft, in der Lokalpresse, durch den ADFC und den Bezirksvertretungen wurde im Herbst endlich begonnen, den Grünwuchs an besonders gefährlichen Stellen zurückzuschneiden.

Dieser Beitrag wurde unter Ausgabe 3 / 2014, Krefeld / Kreis Viersen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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